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Emanuele Soavi

Er begann sein Tanzstudium in seiner Heimatstadt Ferrara. Die Ausbildung führte ihn weiter zum Balletto di Toscana in Florenz und zu Aterballetto Reggio Emilia. 1996 erhielt er in Rom sein erstes Engagement als Tänzer an der Opera Roma bei Raffaele Paganini. 1997 hatte er Gastengagements am Theater in Bari und am Teatro La Fenice – Balletto di Venezia unter Giuseppe Carbone. 1998 zog er nach Deutschland und war drei Jahre lang als Tänzer und mit ersten Choreographien für das Ballet Dortmund tätig. 2001ging er für fünf Jahre als Ensemblemitglied zur weltweit gastierenden holländischen Kompanie Introdans und arbeitete dort mit den bekanntesten ChoreographInnen unserer Zeit: Jiri Kylian, Hans van Manen, William Forsythe, Nils Christe, Renato Zanella, Nacho Duato, Karole Armitage, Mats Ek.

Seit 2006 arbeitet er als freischaffender Choreograph für Kompanien, Theater und Hochschulen, u.a. Staatstheater am Gärtnerplatz München, Theater Dortmund, Theater Aachen, Stadttheater Regensburg, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Introdans (NL), ARTEz Dance Academy Arnheim (NL), MMcompany und AGORA Project Reggio Emilia (IT). Darüber hinaus wurde er als Gasttrainer und für Choreographie-Workshops nach Köln, Osnabrück, Turin, Mailand, Rom, Lecce und Valencia eingeladen. Bis 2011 kreierte und produzierte er in dem von ihm mitbegründetem Kollektiv movingtheatre.de Köln 12 abendfüllende Produktionen, z.T. internationale Koproduktionen, mit Einladungen zu europäischen Tanzfestivals, wie Bolzano Danza, Mittelfest Cividale, Festival Shakespeare Mataró, SATFestival und Festival Tantarantana Barcelona, Schrittmacher Festival Aachen, Festival Stummer Schrei Tirol, Tanzwoche Dresden, Odeon Tanz Wien, Internationales Tanzfestival Kassel, Solotanzfestival Bonn, move Festival Krefeld, Kindertanzfestival Kiel, sowie Gastspielen in Amsterdam, Berlin, Düsseldorf, Rom, Rotterdam, Sabadell, Stuttgart. Diese Produktionen wurden mehrfach für den Kölner Tanzpreis nominiert, 2009 wurde SITE SPECIFIC mit diesem Preis ausgezeichnet.

2012 gründete er sein eigenes Label Emanuele Soavi incompany, das vor allem die Kooperation mit internationalen Künstlern sowie die Vernetzung mit anderen europäischen Tanzensembles und Veranstaltungs-/Produktionshäusern verfolgt.

2014 fand das fünfteilige MYTHENPROJEKT seinen Abschluss: Neben den drei Hauptproduktionen DAEDALUS//DREAMS (Koproduktion mit schrit_tmacher Festival Aachen/Heerlen), PANsolo (Koproduktion mit Dansateliers Rotterdam) und ARIADNEamore (Koproduktion mit Festspiele Ludwigshafen / Theater im Pfalzbau) kreierte Emanuele Soavi in Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten und Museen in Barcelona (Institut del Teatre / Fundaciò Antoni Tápies), Reggio Emilia (AGORA coaching project), Rotterdam (Codarts University) und Köln (Römisch-Germanisches Museum) die Jugendproduktion METAMORPHOSIS!individual.

Unter dem Titel IN BETWEEN MYTH veranstalteten Soavi und sein Team in Kooperation mit der Universität zu Köln und dem deutschen Tanzarchiv/Tanzmuseum Köln ein zweitägiges begleitendes Symposium mit internationalen Experten.

In einer außergewöhnlichen Kooperation mit den Duisburger Philharmonikern gelangten schließlich einmalig alle drei Hauptproduktionen an einem Abend unter dem Titel VERFÜHRTE UND VERFÜHRER zur Aufführung: Mit 20 Künstlern und Künstlerinnen – Tänzern, Schauspielern, Sängern, DJ und den Musikern der Duisburger Philharmoniker -  sowie Live-Musik von Bach, Telemann, Debussy, Marais, Monteverdi, Stefan Bohne und Wolfgang Voigt.

Parallel zu seinen choreographischen Arbeiten für sein Ensemble baut Emanuele Soavi  seine Präsenz als Soloperformer stetig aus.  Mit PANsolo steuerte er ein Solo zur Mythentrilogie bei und wurde dafür 2011 mit dem erstmalig an einen Tänzer vergebenen Kölner Darstellerpreis ausgezeichnet. 2012 führte er seine Recherchen in BLACKBIRDBOY weiter und beschäftigte sich in dieser sehr persönlichen Performance – durchaus auch angespornt vom Spiel mit Schein und Sein der Bühne – mit dem Selbstbild  und der Frage, wie dieses  von der allgegenwärtigen Diktatur  des Scheins beeinflusst wird. Ende 2014 folgte als dritte Soloperformance AUREA.