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VERFÜHRTE und VERFÜHRER – Eine Mythentrilogie

Pedro Obiera für WAZ:

„… eines der aufregendsten Bühnenprojekte der letzten Zeit…“ 

Nicole Strecker auf TANZweb.org: 

„… Diese acht Tänzer sind nun mal auch echte „Bühnentiere“ und unübersehbar ‘Soavi-infiziert’: wild, schnell, hemmungslos – kurz: fantastisch. In „Daedalus / Dreams“ strebt jede Faser ihrer Körper nach Vergrößerung und Eigenständigkeit. Großartig, wie diese Choreografie die Hybris des Forschers vorführt, der mit verantwortungslosem Erfindergeist Monster gebiert: vom mythologischen Minotaurus bis zum menschheitsvernichtenden Kriegsgerät. Im dritten Teil des Abends, „ARIADNEamore“ konzentriert Emanuele Soavi das Bewegungsvokabular … Ein Tanz über Trauer und Wut mit so wunderbar verzweifelt liebeskranken, langgewandeten und langhaarigen Frauen als wär’s ein Stück von Pina Bausch … Ganz direkte Hommage ist ohnehin der Höhepunkt des Abends: Soavis grandios-dreistes „PANsolo“. Er zitiert die unverwechselbaren Profil-Posen aus Vaslav Nijinskys Ballett „L’apres midi d’un faune“, und eine bessere Interpretation dieser Bewegungen als die von Soavi lässt sich nicht denken. Mit hochsensiblem Körperbewusstsein posiert er als geiler Ziegenbock, verrückter Romantiker, triebgesteuerter Sadist – und selbst das langsame Strecken seiner Fußspitze wird bei ihm zur obszönen Provokation. Soavi als lustvolle Horrorkreatur. Als Tänzer, Choreograf, Charming-Boy und Organisator eines dionysischen Tanzrausches, in dem gerade das Nicht-Kalkulierte die Spannung oben hält. Das soll mal einer nachmachen.”