Koproduktionen & Auftragsarbeiten // FLUT (2021)

FLUT (2021)

Ein Tanzprojekt zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Anlässlich des Beethoven-Jubiläums setzen die Oper Köln, die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Cecilia Castagneto und der Choreograf Emanuele Soavi mit seinem Ensemble incompany, bestehend aus 12 Tänzer*innen sowie den Elektronikkomponisten Wolfgang Voigt und Stefan Bohne, mit dem Projekt FLUT ihre ungewöhnliche, künstlerische Zusammenarbeit fort. Ausgehend von der 7. Symphonie Beethovens über sein Streichquartett Nr. 8 hin zu einer elektronischen Neukomposition entsteht im Zusammenspiel mit Zeitgenössischem Tanz ein Spannungsfeld der Gegensätze zwischen Kollektiv und Individualität, Instinkt und Funktionalität, Utopie und Realität.

Beethovens unermüdlicher Drang zu künstlerischer Erneuerung und sein sezierender, visionärer Blick auf die sozialen und politischen Bewegungen seiner Epoche verleihen seinem Werk eine unerschöpflich scheinende Energie. Gleich einer fortwährenden Flut unterschiedlichster emotionaler und intellektueller Zustände überträgt sie sich auf die Hörenden, beeinflusst das Sein und Erleben, wie die Flut in der Natur Landschaft und Lebensbedingungen verändert.

Dieser Idee des stetigen Wandels folgend, nehmen in FLUT sowohl die musikalischen Formationen, als auch der von Darko Petrovic entworfene Bühnenraum jeweils neue Gestalt und Größe an. Das internationale Tanzensemble variiert Formensprache und Bewegungsqualität, die Choreografie entwirft zeitgenössische, dynamische Bilder einer im Auf- und Umbruch befindlichen Gesellschaft.

Als Triptychon konzipiert, stellt FLUT zwei Schlüsselwerke Beethovens einer Uraufführung gegenüber, die Fragmente beider Werke aufgreift und diese in elektronische Sounds und Klangspuren überführt. Inspiriert von Beethovens Persönlichkeit und Lebensweg, zeichnet Emanuele Soavi auf dieser musikalischen Folie ein Universum des ICH, das existenzielle Fragen aufwirft, sich der Angst vor dem Unbekannten stellen und immer wieder neu verorten muss: Das ICH als gesellschaftliches Wesen, kreatives Individuum und Träger ungeahnter Innenwelten.

Uraufführung 5. September 2021 / Oper Köln, Staatenhaus 2
Duisburg-Premiere 17. September 2021 / Theater Duisburg

Konzept Emanuele Soavi, Achim Conrad
Choreografie Emanuele Soavi
in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen Federico Casadei, Greta Cecconi, Alice Gaspari, Anna Harms, Taeyeon Kim, Mihyun Ko, Guilherme Leal, Lorenzo Molinaro, Josefine Patzelt, Robin Rohrmann, Joel Small, Ashley Wright
Coaching, Co-Choreografie Nora Sitges-Sardá
Ausstattung Darko Petrovic
Musik Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 7 op 92 / Streichquartett Nr.8 op 59,2
Wolfgang Voigt, Stefan Bohne Elektronische Komposition
Orchester und Solist*innen der Duisburger Philharmoniker
Dirigentin Cecilia Castagneto

Eine Koproduktion der Oper Köln mit Emanuele Soavi incompany und den Duisburger Philharmonikern

Ein Projekt im Rahmen von BTHVN 2020, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn
Mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Köln
Emanuele Soavi incompany erhält die Konzeptionsförderungen der Stadt Köln und des Landes NRW und wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz